Die Heilungsdauer eines Piercings variiert je nach Art des Piercings und kann auch von Person zu Person unterschiedlich sein. Faktoren wie dein allgemeiner Gesundheitszustand und deine körperliche Verfassung spielen dabei eine wichtige Rolle. Eine gute persönliche Hygiene ist während des Heilungsprozesses essenziell. Die vollständige Heilung eines Piercings kann länger als ein Jahr dauern und verläuft nicht immer gleichmäßig. Das bedeutet, dass während der Heilung wiederkehrende Flüssigkeitsbläschen, Schwellungen oder Irritationen auftreten können.
Direkt nach dem Stechen eines Piercings kann die Stelle rot werden und stark anschwellen. Wird ein zu kleiner Ring oder ein zu kurzer Stab eingesetzt, erhöht sich das Risiko für Infektionen und Komplikationen. Deshalb wird zunächst ein längerer Stab oder ein größerer Ring verwendet. Während des Heilungsprozesses muss das Schmuckstück genügend Platz haben und darf weder zu eng noch zu locker sitzen. Wenn du das Gefühl hast, dass durch die Schwellung zu wenig Platz vorhanden ist, komm gerne vorbei. Wir können den Schmuck vorübergehend durch eine größere Variante ersetzen.
Nach etwa 8 bis 12 Wochen ist es oft möglich, das Piercing durch ein kleineres Schmuckstück zu ersetzen. Dies wird empfohlen, wenn mindestens 2 mm des Stabs sichtbar sind. Komm rechtzeitig vorbei, um dein Piercing downsizen zu lassen, damit Schiefwuchs oder Herauswachsen verhindert werden kann.
Ein Piercing sollte als Wunde betrachtet und auch entsprechend behandelt werden.
Bei Piercings im Mund, wie Zungen- oder Lippenpiercings, ist nach dem Essen, Trinken, Rauchen und anderem oralem Kontakt besondere Pflege erforderlich. Putze regelmäßig deine Zähne und halte den Mund sauber, zum Beispiel mit einer Zahnpasta auf Basis einer Salzlösung. Spüle bei Bedarf mit einer Mundspülung, die Chlorhexidin enthält. Vermeide Küssen und anderen oralen Kontakt während der Heilungsphase.
Flüssigkeitsbläschen und Reizungen treten während des Heilungsprozesses häufig auf. Dabei handelt es sich um mit Flüssigkeit gefüllte kleine Bläschen rund um das Piercing. Besonders bei Knorpelpiercings kann die Heilung bis zu einem Jahr dauern, wobei diese Bläschen kommen und wieder verschwinden können.
Mögliche Ursachen sind unter anderem:
• Schlafen auf dem Piercing
• Stress
• Reisen
• Verwendung von Haar- oder Körperpflegeprodukten
• Geschwächtes Immunsystem
• Empfindlichkeit gegenüber dem Schmuck
• Unregelmäßige Nachsorge
Besuche deinen Piercer; manchmal ist es notwendig, den Stab anzupassen oder auszutauschen. Verwende ein Salzlösungsspray, wie zum Beispiel ein Saline Spray, und befolge die Empfehlungen deines Piercers dazu, wie oft und wie lange du es anwenden solltest. Achte außerdem darauf, nicht auf dem Piercing zu schlafen.