Piercing Nachsorge

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Nachsorgehinweise

Die Heilungsdauer eines Piercings variiert je nach Art des Piercings und kann auch von Person zu Person unterschiedlich sein. Faktoren wie dein allgemeiner Gesundheitszustand und deine körperliche Verfassung spielen dabei eine wichtige Rolle. Eine gute persönliche Hygiene ist während des Heilungsprozesses essenziell. Die vollständige Heilung eines Piercings kann länger als ein Jahr dauern und verläuft nicht immer gleichmäßig. Das bedeutet, dass während der Heilung wiederkehrende Flüssigkeitsbläschen, Schwellungen oder Irritationen auftreten können.

Direkt nach dem Stechen eines Piercings kann die Stelle rot werden und stark anschwellen. Wird ein zu kleiner Ring oder ein zu kurzer Stab eingesetzt, erhöht sich das Risiko für Infektionen und Komplikationen. Deshalb wird zunächst ein längerer Stab oder ein größerer Ring verwendet. Während des Heilungsprozesses muss das Schmuckstück genügend Platz haben und darf weder zu eng noch zu locker sitzen. Wenn du das Gefühl hast, dass durch die Schwellung zu wenig Platz vorhanden ist, komm gerne vorbei. Wir können den Schmuck vorübergehend durch eine größere Variante ersetzen.

Nach etwa 8 bis 12 Wochen ist es oft möglich, das Piercing durch ein kleineres Schmuckstück zu ersetzen. Dies wird empfohlen, wenn mindestens 2 mm des Stabs sichtbar sind. Komm rechtzeitig vorbei, um dein Piercing downsizen zu lassen, damit Schiefwuchs oder Herauswachsen verhindert werden kann.

Ein Piercing sollte als Wunde betrachtet und auch entsprechend behandelt werden.

Für eine gute und schnelle Heilung ist es wichtig, die folgenden Richtlinien zu beachten:

  • Berühre das Piercing so wenig wie möglich mit deinen Händen.
  • Reinige die Haut rund um das Piercing mindestens zwei Wochen lang zweimal täglich mit einer milden, unparfümierten Seife. Sollten Beschwerden wie Reizungen, Rötungen oder Empfindlichkeit anhalten, verwende stattdessen eine Salzlösung (Saline Spray).
  • Tupfe die Stelle nach dem Reinigen vorsichtig mit einem sauberen Handtuch oder Taschentuch trocken und halte das Piercing möglichst trocken.
  • Manchmal kann ein kleiner blauer Fleck rund um das Piercing entstehen; dieser verschwindet von selbst.
  • Vermeide es, auf dem Piercing zu schlafen, da dies häufig zu Flüssigkeitsbläschen, Reizungen und schiefem Heilen führt.
  • Kontaktiere uns bei Flüssigkeitsbläschen, Reizungen, dem Gefühl, dass der Schmuck zu kurz ist, oder wenn du Fragen hast.
  • Bei starken Beschwerden wie extremer Rötung, Schwellung, Blutungen, Eiter, Verfärbungen, Herauswachsen oder starken Schmerzen solltest du immer einen Arzt kontaktieren.
  • Verwende keine Salben, Vaseline oder andere Mittel auf der Wunde.
  • Verwende keine Desinfektionsmittel wie Sterilon oder Betadine.
  • Verwende keine Pflaster, außer eventuell kurzzeitig beim Sport.
  • Trage bei Bodypiercings (wie Brustwarzen- oder Bauchnabelpiercings) keine enge oder verschmutzte Kleidung.
  • Vermeide während des Heilungsprozesses den Kontakt mit Wasser wie Schwimmbädern, Whirlpools oder Naturgewässern und gehe nicht in die Sauna.
  • Entferne den Schmuck bei Reizungen nicht selbst, sondern kontaktiere aus hygienischen und Sicherheitsgründen das Studio oder einen Arzt.

Spezifische Nachsorge für orale Piercings:

Bei Piercings im Mund, wie Zungen- oder Lippenpiercings, ist nach dem Essen, Trinken, Rauchen und anderem oralem Kontakt besondere Pflege erforderlich. Putze regelmäßig deine Zähne und halte den Mund sauber, zum Beispiel mit einer Zahnpasta auf Basis einer Salzlösung. Spüle bei Bedarf mit einer Mundspülung, die Chlorhexidin enthält. Vermeide Küssen und anderen oralen Kontakt während der Heilungsphase.

Flüssigkeitsbläschen

Flüssigkeitsbläschen und Reizungen treten während des Heilungsprozesses häufig auf. Dabei handelt es sich um mit Flüssigkeit gefüllte kleine Bläschen rund um das Piercing. Besonders bei Knorpelpiercings kann die Heilung bis zu einem Jahr dauern, wobei diese Bläschen kommen und wieder verschwinden können.

Mögliche Ursachen sind unter anderem:

• Schlafen auf dem Piercing
• Stress
• Reisen
• Verwendung von Haar- oder Körperpflegeprodukten
• Geschwächtes Immunsystem
• Empfindlichkeit gegenüber dem Schmuck
• Unregelmäßige Nachsorge

Wie kann man Flüssigkeitsbläschen bei einem Piercing reduzieren?

Besuche deinen Piercer; manchmal ist es notwendig, den Stab anzupassen oder auszutauschen. Verwende ein Salzlösungsspray, wie zum Beispiel ein Saline Spray, und befolge die Empfehlungen deines Piercers dazu, wie oft und wie lange du es anwenden solltest. Achte außerdem darauf, nicht auf dem Piercing zu schlafen.